Bitter! - Last Minute Schock in Mönchengladbach
Spät, und schmerzhaft – Velbert lässt sich 3:0-Führung noch aus der Hand nehmen
Mit dem Selbstverständnis des Favoriten reiste die SSVg Velbert 02 zum Tabellenzwölften FV Mönchengladbach – und musste am Ende mit einem Punkt heimfahren, der sich wie eine Niederlage anfühlte. Das 3:3 (2:0) schmeichelt den Gastgeberinnen und spiegelt nicht wider, was die Velberterinnen über weite Strecken auf den engen Platz im Campuspark Rheydt zeigten.
Verdiente Führung zur Pause
Trotz der beengten Platzverhältnisse diktierten die Gäste von Beginn an das Geschehen. In der 24. Minute belohnten sie sich mit dem ersten Treffer – ein Eigentor der Mönchengladbacherin Emy Claßen provoziert von Pia Bramkamp brachte die SSVg in Führung. Kurz vor der Pause legte Katharina Tupputi nach: Die Velberter Angreiferin verwandelte einen Freistoß sehenswert direkt zum 2:0. Eine verdiente Pausenführung, die auch höher hätte ausfallen können.
Scheinbar souverän – dann der Schock
Nach dem Wiederanpfiff knüpften die Velberterinnen nahtlos an ihren Auftritt aus dem ersten Durchgang an. Alicia Sönnecken erhöhte in der 56. Minute auf 3:0 und schien damit die Partie endgültig zu entscheiden. Doch die Schlussphase wurde zum Verhängnis.
Ab der 76. Minute drehten die Gastgeberinnen auf und trafen in atemberaubender Manier dreimal in Folge. Den Schlusspunkt setzte ein direkt verwandelter Freistoß in der fünften Minute der Nachspielzeit – 3:3. Ein Treffer, der die Velberterinnen eiskalt erwischte und den verdienten Sieg in letzter Minute zunichtemachte.
Überschattet wurde die Partie zudem von der Verletzung von Alicia Sönnecken, die in der 70. Minute nach einem Zweikampf mit einer Fußverletzung ausgewechselt werden musste. Wir wünschen ihr eine schnelle und vollständige Genesung!
FV Mönchengladbach
Damen
SSVg Velbert
1. Damen
Aufstellung
Fazit
Enttäuscht treten die Velberterinnen die Heimreise ins Niederbergische an. Eine 3:0-Führung in letzter Minute noch herzugeben – das ist bitter und wird aufzuarbeiten sein. Die Leistung über weite Strecken stimmte, die Konsequenz in der Schlussphase nicht. Nächste Woche bietet sich die Chance zur Wiedergutmachung. Dann empfängt das Team von Trainer Kevin Klein den Spitzenreiter TSV Solingen auf der heimischen Anlage an der IMS Arena.
