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SSVg Velbert - Blütephase - die 80er Jahre

Die 80er Jahre begannen stark: Die SSVg Velbert belegte hinter Hamborn und Viersen in der Saison 79/80 den dritten Platz. Danach spielte die SSVg Velbert im Mittelfeld (8. und 9.). Mehr wäre drin gewesen, doch Blau-Weiß hatte mit viel Verletzungspech zu kämpfen. Enes Hajric etwa fiel lange Zeit schwer verletzt aus. 82/83 erzielte Klaus Ott wieder so ein wichtiges Tor gegen den Abstieg: Mit dem 1:0 am letzten Spieltag gegen Neuß sicherte sich die SSVg Velbert unter Trainer Dieter Zedel die Klasse, wurde letztlich 11. (28:32 Punkte).

Auch in der Saison darauf glückte der Liga-Erhalt erst am letzten Spieltag durch ein 4:0 in Lohberg, die Stürmer Peter Schweda und Michael Schulz (je 2) erzielten die Treffer – wieder Rang elf.

Ein Jahr darauf aber erwischte es Blau-Weiß: Der erst in der Saison eingesprungene Manni Rummel konnte den Abstieg in die Landesliga nach 22 Jahren in der Verbands- und Regionalliga natürlich nicht mehr verhindern. Rummel leistete in den 80er Jahren hervorragende Arbeit bei Blau-Weiß. So glückte schon 1985/86 der direkte Wiederaufstieg, es folgte ein toller Platz drei 86/87, wobei wir lange Zeit vom Aufstieg träumen konnten. 1987/88 war ein turbulentes Jahr. Dieter „Pitter“ Danzberg übernahm das Team, das nach einer Serie von sieben Niederlagen am Boden war. Erst für nur vier Spiele verpflichtet, konnte Danzberg „überredet“ werden, auch in der Rückrunde die SSVg Velbert zu coachen: Danzberg gelang doch noch der Klassenerhalt. „Keiner hätte es besser machen können als er“, lobte damals Horst Kitz vom Vorstand das tolle Engagement Danzbergs. Manni Rummel kehrte dann zurück, erreichte mit seinem Team Platz zehn.

SSVg Velbert - Durststrecke - die 90er Jahre

Mit dem zweiten Abstieg 89/90 begann eine zehnjährige „Durststrecke“, zumal 90/91 gleich der nächste in die Bezirksliga folgte. Dort machte die SSVg Velbert dann kurzen Prozess, feierte zum 90-Jährigen „eine super Party“, wie sich Michael Bestler an den Aufstieg ‘92 erinnert. Doch über allem stand nun die Konsolidierung der Finanzen. Dies gelang dank unermüdlicher Arbeit der Vorstände und ihrer Helfer, ab Mitte der 90er konnte man langsam wieder nach oben schielen. Die SSVg Velbert zählt heute zu den wenigen hochklassigen Vereinen im Verband, die ohne Auflagen im Finanzbereich in der Regionalliga, der heute dritten Liga, spielen dürften. Die ersten Schritte dorthin wurden Ende der 90er gemacht . . . Bereits nach der Saison 96/97 hatte die SSVg Velbert unter Trainer Enes Hajric den zweiten Platz hinter Ronsdorf erreicht, scheiterte nur knapp in der Aufstiegs-Runde. Ebenso wie ein Jahr später unter Trainer Freddy Zwiebler, der Hajric am fünften Spieltag abgelöst hatte: Platz zwei hinter Wermelskirchen.

Legendäre Aufstiegsrunde

Es folgte eine historische Aufstiegsrunde. Alle drei Spiele zwischen der SSVg Velbert , dem SC Kapellen und den VfL Rhede endeten 1:1. Eine Wiederholung der kompletten Runde musste her. Wieder spielte die SSVg Velbert zweimal 1:1 – aber Rhede bezwang Kapellen.

SSVg Velbert - die Zeit bis heute

81:19 Tore –souveräner Meister!

Dann aber kamen starke Neuzugänge wie Tino Reucher, Michael Hahn, Markus Walker oder Thomas Maassen. Freddy Zwiebler hatte eine perfekte Mischung gefunden, die eine Klasse für sich war: Mit 23 Siegen, 5 Remis und nur 2 Niederlagen wurde die SSVg Velbert souverän Meister mit 74 Punkten und 81:19 Toren. Zweiter wurde Duisburg 08 –mit nur 59 Zählern! Die Verbandsliga, aufgrund der 94/95 eingeführten Regionalliga nun nur noch die fünfthöchste Klasse im deutschen Fußball, hatte uns wieder! Und dieser Jubel, den der Stadtanzeiger in seiner Ausgabe vom 25. Mai beschrieb, kannte keine Grenzen: 2500 Fans feierten im strömenden Regen mit der SSVg Velbert den Aufstieg in die Oberliga. Die Elf von Freddy Zwiebler besiegte am vorletzten Spieltag, am 21. Mai 2001, den VfB Speldorf mit 4:1. Es war ein grandioses Endspiel, denn Speldorf hätte mit einem Sieg die SSVg Velbert am letzten Spieltag noch überflügeln können. Doch der Neuling trumpfte riesig auf, Daniel Nigbur, Daniel Lammich, Dirk Tönnies und Markus Kaul erzielten die Treffer und feierten mit ihren Kollegen die ganze Nacht den zweiten Aufstieg in Folge. Die SSVg Velbert hatte sich endgültig zurück in die Herzen der Fans gespielt, die Konkurrenz am Ende mit 62 Punkten (19 Siege, 5Remis, 6 Niederlagen) klar distanziert. Ratingen kam auf 56, Hüls und Borussia Wuppertal auf 55, der letztlich zermürbte VfB Speldorf auf 53 Zähler.

Marek-Lesniak-jubelt 

Auch im Pokal sorgte die „neue“ SSVg Velbert für Superlative, nicht nur in den Schlagzeilen der Velberter Zeitung. So gewann die SSVg Velbert unter Zwiebler am 5. August 2000 im Rheinstadion, beim Regionalligisten Fortuna Düsseldorf, mit 7:4 nach Elfmeter-schießen, nachdem es nach Verlängerung 3:3 gestanden hatte. Thomas Grefen parierte mehrere Elfmeter und avancierte zum „Pokalheld“. Nach Erfolgen über Turu Düsseldorf und SW Essen kämpfte die SSVg Velbert am 1. Mai 2001 unter Trainer Dietmar Grabotin beim Regionalligisten KFC Uerdingen um den Einzug in die erste DFB-Pokal-Hauptrunde. Das Finale gewannen die abgezockteren Krefelder mit 3:0

Nach den Spielzeiten 2000/2001 und 2001/2002, in denen jeweils der 4. Tabellenplatz erreicht wurde, folgte in der Saison 2002/2003 der 3. Rang in der Abschlusstabelle der Oberliga Nordrhein.

ARAG-Cup Sieger und Oberligameister

Zudem konnte die SSVg Velbert im Jahr 2003 den größten Erfolg der Vereinsgeschichte für sich verbuchen:

Sieger im ARAG-Cup-Finale gegen Fortuna Düsseldorf und das Erreichen der 2. Runde im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten FSV Mainz 05, brachte nicht nur die SSVg Velbert , sondern die gesamte Region in den Focus der überregionalen Medien. In der zweiten Runde des DFB-Pokals unterlag das Team im heimischen Stadion „Zur Sonnenblume“ zwar nur denkbar knapp nach Verlängerung mit 1:2 Toren dem Zweitligisten SSV Jahn Regensburg, war jedoch der moralische Sieger. In der Saison 2003/2004 errang die SSVg Velbert den Oberliga-Meistertitel, hatte jedoch aus verschiedenen Gründen heraus keine Lizenz für die Regionalliga beim DFB gestellt. Aus diesem Grunde konnte der Tabellenzweite, die Fortuna aus Düsseldorf, in die Regionalliga aufsteigen.

In der Saison 2004/2005 belegte die SSVg Velbert den 3. Tabellenplatz. Im ARAG-Cup Finale, dass man nun schon zum dritten Mal nach 2003 erreicht hatte, unterlag die SSVg Velbert dem Wuppertaler SV Borussia.

Mit Trainer Hans Günter Bruns, der für Marek Lesniak an die Sonnenblume gekommen war, erreichte die SSVg Velbert in der Saison 2005/06 in der Liga wiederum einen guten vierten Platz in der Oberliga. Wichtiger als dieses Resultat war jedoch, dass die SSVg Velbert ihre gute Saison mit einem echten Triumph abschloss. Mit dem Gewinn des ARAG-Cups zieht die SSVg Velbert zum zweiten Mal in ihrer Geschichte in den DFB-Pokal ein. Weder Zweitligaaufsteiger RW Essen im Halbfinale (3:0 Auswärtssieg), noch Regionalligist Wuppertaler SV Borussia (1:0) im Finale hatten der SSVg Velbert etwas entgegenzusetzen.

In der Saison 2007/08 qualifizierte sich die SSVg mit dem 6. Platz in der Oberliga Nordrhein für die zur Saison 2008/09 neu eingeführte NRW-Liga. In der Mannschaft fand ein großer personeller Umbruch statt und Trainer Markus Feldhoff stand vor der Aufgabe aus den gebliebenen Spielern und den 10 Neuzugängen eine Mannschaft zu formen. Dabei hatte Feldhoff allerdings keinen Erfolg. Die SSVg fand sich im Keller der Tabelle wieder und Markus Feldhoff trat im Oktober 2008 zurück. Mit seinem Trainer Peter Kunkel setzte die SSVg in der Rückrunde der Saison 2008/09 alles daran, um die Klasse zu halten. Etwa ein halbes Jahr später übernahm Marek Lesniak den Platz des erfolglos gebliebenen Kunkel als Trainer. Am 29. März 2010 trat Lesniak als Trainer zurück und Tino Reuchert übernahm „bis auf weiteres“ das Traineramt. Neuer Trainer wurde daraufhin der frühere Bundesligaprofi Frank Schulz, der zuvor den Ligakonkurrenten Westfalia Herne trainiert hatte. Mit Schulz gelang im Sommer 2010 der Klassenerhalt, in der Saison 2010/11 schloss die SSVg die NRW-Liga auf dem sechsten Tabellenplatz ab und zog zudem ins Finale des Niederrheinpokals ein, wo man gegen Rot-Weiss Essen mit 0:1 unterlag.

Im Oktober 2011 übernahm Lars Leese das Traineramt. In der mit Saisonschluss 2011/12 auf Verbandsbeschluss aufzulösenden NRW-Liga belegte man 2012 den vierten Platz, was zu zwei Ausscheidungsspielen um den Aufstieg in die Regionalliga West gegen den Tabellenersten der sechstklassigen Westfalenliga, den SV Lippstadt 08 berechtigte. Velbert gewann Hin- und Rückspiel mit 2:1 und machte damit den Aufstieg in die Regionalliga perfekt. In der darauffolgenden Regionalliga-Saison folgte im April 2014 ein weiterer Trainerwechsel. Leider konnte der Abstieg aus der Regionalliga West nicht verhindert werde.

Mit Trainer André Pawlak, Co-Trainer Markus Braasch und dem Betreuerteam  ging man Mitte 2014 in die Oberliga Niederhein. Nach einem holprigen Start startete die Mannschaft eine Serie von aktuell 26 nicht verlorenen Spielen. Nach dem letzten Spieltag steht der Zähler bei 80 Punkten und 100 geschossenen Toren. Damit wurde diese überragende Saison 2014/2015 mit dem Meistertitel der Oberliga Niederrhein belohnt und mit Aufstieg in die Regionalliga West der Spielzeit 2015/2016 gekrönt.