SSVg Velbert - Fußball auf hohem Niveau

Hochklassiger Fußball

Trainerbank-1973Nach dem Abstieg rechneten viele damit, dass die SSVg Velbert nun nach unten durchgereicht würde – wieder ein Irrtum. An der Sonnenblume gab es in der dritten Liga, der höchsten Amateurklasse, weiterhin Spitzenfußball zu sehen.

Von Spielern wie Adolf Steinig oder Peter Römer oder Torwart Klaus van Buer geführt, spielte die SSVg Velbert stets oben mit, landete bis 1974/75auf den Plätzen 4, 4, 5, 3 und 5.

 

Oft 3000 bis 4000 Zuschauer bei den Heimspielen, bei den Top-Hits noch mehr, honorierten die Leistungen.

Fusion gescheitert

Gescheitert war indes eine Vision der SSVg-Verantwortlichen um Peter Voß – eine Fusion mit dem SV Borussia 06 zum weiteren Aufstieg des Velberter Fußballs. Gedacht war an den Vereinsnamen „1. FC Velbert 02“ mit rot-weiß, den Stadtfarben, als Vereinsfarben. Heiß wurde dieses Thema diskutiert, in beiden Vereinen gab es Befürworter und Gegner. Nach einem „Ja“ der SSVg-Mitglieder stimmten die Borussen mehrheitlich dagegen – das Aus für eine Fusion.

Nicht nur die großen Siege im Kampf um Meisterehren schrieben Vereinsgeschichte. Der Sieg gegen den BV Altenessen im Entscheidungs-Spiel gegen den Abstieg - nach der Saison 1975/76 waren die Teams punktgleich - war ein absoluter Höhepunkt.

Mit dem Sonderzug zum Uhlenkrug

KlassenerhaltÜber 2000 Velberter fuhren in proppevollen Sonderzügen nach Essen zum Uhlenkrug: Im altehrwürdigen Stadion des ETB ging es hoch her. Lore Voepel, die „gute Seele“ des Vereins, erinnert sich bestens an den„schönsten Sieg“ der SSVg Velbert:

„Die Essener Spieler und Anhänger waren enorm siegessicher, als wir ins Stadion einfuhren.“ Da hat sie sich Klaus van Buer, unseren Torwart, gepackt, ihren Arm auf seine Schulter gelegt: „Klaus, du lässt heute keinen rein. “Und van Buer hielt alles, rettete der SSVg Velbert mit seinen Paraden den Klassenerhalt –weil Rolf Hermann mit seinem Tor in der 81. Minute alle erlöste.

Familie Voepel –immer am Ball

Lore Voepel – sie hatte für alle ein Herz. „Bei der Lore waren täglich Spieler. Sie kochte für uns, bot Kaffee an, ihr konnte man alles erzählen“, berichtet Uli Paul, der1979 zur SSVg Velbert kam. Ihr Gatte, Heinz Voepel, war jahrzehntelang ein nimmermüder„Mann für alles“ bei der SSVg Velbert. Der Ex-Spieler des VfB bekleidete Vorstandsämter, war Obmann und Betreuer bis in die späten 80er. Der Sohn von Heinz und Lore Voepel,die natürlich bei jedem Spiel mitfieberte, Michael, war der jüngste Obmann in der SSVg-Vereinsgeschichte: Mit 22 schon war er unser Fußballobmann, Pressesprecher und, und, und. Familie Voepel – ein gutes Stück Vereinsgeschichte mit Herz.

Die Besten am Niederrhein

Gegen Ende der 70er nahmen die Zuschauer-Zahlen ab, viele hervorragende Spieler wie der unvergessene Willi Esskuchen zeigten gute Leistungen, doch die ganz große Blütezeit war Vergangenheit. Bis zur Saison 1977 freilich war die SSVg Velbert in den 14 Jahren ihrer Verbandsliga-Zugehörigkeit das beste Team des Niederrheins in dieser Klasse. Führte man die fast aus-nahmslos hervorragenden Platzierungen in ein Punktesystem um, hätte die SSVg Velbert die Spitzenposition vor dem VfB Lohberg und Sterkrade inne gehabt. Umso unverständlicher, dass in der Saison 1978/79 die SSVg Velbert in der Verbandsliga bleiben musste, weil sie in der vorherigen Spielzeit knapp die Qualifikation verpasst hatte. In dieser Spielzeit wurde die Oberliga Nordrhein als höchste Amateur-Klasse eingeführt – die SSVg Velbert spielte „nur“ noch viertklassig.1978/79 übernahm der vorherige Co-Trainer Werner Lungwitz am Ende die Verantwortung, schaffte mit seinem Team noch den Klassenerhalt durch einen 3:0-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf A und einen 3:1-Erfolg in Grevenbroich an den letzten beiden Spieltagen.

© SSVg Velbert e.V.   18.02.2007 16:53 Uhr, Pekay