Der Neustart nachdem II. Weltkrieg: Mit „Velberter Jungs“nach oben Der schreckliche II. Weltkrieg (39 – 45) ging natürlich auch am Velberter Sport nicht vorüber. Rein sportlich betrachtet, konnte durch die Einberufung der Jugend der Spielbetrieb nur unter großen Schwierigkeiten aufrecht erhalten werden. 1941 entstand die „Kriegsspielgemeinschaft“ mit dem SV Borussia Velbert 06 - doch wenig später, durch weitere Einberufungen von Spielern, lief nichts mehr.
Der Neuaufbau Im Lokal Dörrenhaus trafen sich am 11. August 1945 Mitglieder des SSV zur ersten Sitzung nach Kriegsende, zwei Monate später fand unter dem Vorsitz vom letzten Clubchef Walter Voigthaus die erste Generalversammlung statt. 397 Mitglieder zählte der Verein. Im Krieg waren 255 Sportkameraden eingezogen: 39 waren gefallen, 93 Mitglieder waren noch nicht zurück gekehrt. Fritz Passmann übernahm in dieser schweren Zeit des Wiederaufbaus im ganzen Land die Verantwortung für die weitere Entwicklung des SSV. Und Willi Lensing kümmerte sich um die Jugend, holte „die Jungs von der Straße“ – er machte dies einzigartig, und einzigartige Spieler wuchsen auf. Mit der Philosophie ging's nach oben. Erich Tillmann: Der Stratege vom VfB Beim VfB 02/07 übernahm Erich Tillmann das schwere Amt des Vorsitzenden, baute den Verein maßgeblich wieder auf. Tillmann blieb 19 Jahre lang ununterbrochen der Chef des VfB – bis heute Vereinsrekord! Tillmann und viele Helfer richteten den zerstörten Platz an der Wülfrather Straße wieder her, hielten den Verein, der im Krieg die meisten aktiven Mitglieder verloren hatte, am Leben. Und Ende der 40er und Anfang der 50er Jahre sahen begeisterte Zuschauer packende Derbys zwischen dem später vereinten VfB und dem SSV. Denn sieben Jahre spielten die „echten Amateure“, so schrieb die Velberter Lokalzeitung „Niederbergische Heimat“ am 27. Juni 1957, in der 1. Kreisklasse oben mit. 1956 endlich erreichte der VfB sein großes Ziel, den Aufstieg in die Bezirksklasse –und traf dort wieder zum großen „Derby“ auf den SSV.
Noch Lokalrivale, hatte der SSV die Nase sportlich aber meist voraus: Schon mit der ersten Nachkriegsmannschaft glückte 1947 der Aufstieg in die Bezirksklasse, es folgten indes dürre Jahre und der Abstieg 1949. Viele Führungswechsel gab es in einer schwierigen Zeit – doch die Jugend wurde immer stärker. |