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„Jeder Spieler muss an seine Grenzen gehen"

Interview mit Trainer Peter Kunkel

„Ich erwarte, dass jeder Spieler an seine Grenzen geht“


Seit Anfang November ist Peter Kunkel als Trainer für das NRW-Liga Team der SSVg Velbert verantwortlich. Der ehemalige Profi war lange Zeit für die SG Wattenscheid tätig und arbeitete zuletzt im Scoutingbereich. Kunkel tritt die Nachfolge von Markus Feldhoff an, der Anfang Oktober zurückgetreten war. BWA-Redakteur Andreas Knops sprach mit dem neuen Trainer.


Kunkel, zu erst einmal herzlich Willkommen bei der SSVg Velbert. Den meisten Zuschauern werden Sie sicherlich nicht bekannt sein. Bitte stellen Sie sich kurz vor.

Kunkel: „Ich war fast 30 Jahre beim gleichen Verein. 1978 wechselte ich zur SG Wattenscheid 09 die damals in der 2. Liga spielte. Dort stand ich 11 Jahre als Profi unter Vertrag und lief ungefähr 350 Mal in der 2. Bundesliga auf und erzielte 100 Tore. Außerdem erzielte ich im Februar 1983 das Tor des Monats. Nach dem Ende meiner Karriere als Spieler wurde ich in Wattenscheid Co-Trainer von Hans Bongartz und schaffte 1990 den Aufstieg in die Bundesliga. Parallel war ich Cheftrainer der Amateure der SG Wattenscheid 09 und zeitweise auch für die A-Jugend verantwortlich. Im Jahre 2004wurde ich Co-Trainer bei Rot-Weiß Essen unter Uwe Neuhaus. Nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga lief es aber sportlich nicht rund so dass mit der Beurlaubung von Uwe Neuhaus auch meine Zeit in Essen endete. Die letzten Jahre war ich im Scoutingbereich tätig, und habe unter anderem für Magdeburg, Holstein Kiel und Union Berlin Spieler und Spiele beobachtet und analysiert. Seit dem 01. November bin ich nun Trainer bei der SSVg Velbert,“

Sie haben die SSVg in einer schwierigen Situation übernommen. Die SSVg befindet sich zur Zeit nur auf dem vorletzten Tabellenplatz. In Hüls hat die Mannschaft zuletzt einen guten Eindruck hinterlassen, auch wenn das Spiel 0:1 verloren wurde. Welchen Eindruck haben sie bisher von der Mannschaft erhalten?

Kunkel: „Die Tabelle lügt nicht und wir stehen zurecht unten drin. Wir müssen jetzt gemeinsam die Karre daraus ziehen und das geht nur mit Ärmel aufkrempeln. Der Kader ist zu gut für den Abstieg, bis jetzt habe ich einen guten Eindruck von dem Kader erhalten.“

Vor dem Saisonstart wurde das Ziel Aufstieg in die Regionalliga ausgegeben. Dieses Ziel ist nach dem missratenen Saisonstart in weite Ferne gerückt. Welche Ziele wollen Sie in dieser Saison mit der SSVg erreichen?

Kunkel:
„Wir sind besser als viele andere Teams die in der Tabelle vor uns stehen. Das Ziel ist es da unten raus zu kommen. Das wird schwer genug.. Alles andere ist momentan vollkommen unrealistisch.„

Was erwarten Sie vom heutigen Spiel gegen die Reserve des MSV Duisburg?

Kunkel: „Ich erwarte, dass jeder Spieler alles gibt und an seine Grenzen geht. Wir müssen versuchen mit Kampf und Leidenschaft aufzutreten und einen Sieg gegen den MSV zu erzwingen. Man kann auch mal ein Spiel verlieren, aber ich erwarte das jeder alles gibt um zu gewinnen.“

Mit Marc Bach kehrte in der vergangenen Woche ein Spieler nach langer Verletzung auf das Spielfeld zurück. Dittrich, Joppe, Winterpracht und Kaiser konnten verletzungsbedingt nicht auflaufen. Wie sieht die personelle Situation vor dem Spiel gegen Duisburg aus?

Kunkel: „Bis auf Björn Joppe, der eventuell wieder einsatzbereit ist hat sich nicht viel getan in dieser Woche. Wir müssen das beste aus der momentanen Situation machen und in der Winterpause sehen, was möglich ist.“

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg bei Ihrer Heimpremiere im Spiel gegen den MSV Duisburg II!

Kunkel: „Vielen Dank!“

© SSVg Velbert e.V.   28.11.2008 18:16 Uhr, traener

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